Ich saß beim Frühstück, ein Glas schwarzer kardamomgewürzter Tee und ein Jogurt mit Obst stehen vor mir. Sobald mein Onkel den Sportteil zu Ende gelesen hatte, erhielt ich die Tageszeitung. Die Briten sind ein Volk von Zeitungslesern. Wem die paar Pfund wöchentlich zu viel sind, kann auf eine Vielfalt von kostenlosen, werbe-finanzierten Zeitungen zurückgreifen. Jeden Nachmittag, wenn ich durch die Londoner Innenstadt laufe, treffe ich eine junge lächelnde Frau mit Kopftuch, die eine solche Zeitung (mit einem mehrseitigen Klatsch-Ressort) verteilt.
Nachdem ich den Innenpolitikabschnitt durchgeblättert hatte, blieb mein Blick an einer Überschrift hängen: Deutscher Urlauber niedergeschlagen. Der Artikel implizierte, das dieses Verbrechen aus rassistischen Gründen geschah. Ist der Begriff rassistisch hier nicht fehl am Platze? Immerhin geht es nicht um unterschiedliche Rassen, sondern Nationalitäten. Die britische Meinung von Deutschland hat sich zwar im Zuge der WM stark verbessert, aber wir haben es immer noch mit einem Land zu tun, in dem die Deutschen nur im Zusammenhang mit Hitler und dem zweiten Weltkrieg genannt werden. Englische Sechstklässler würden, wenn sie an einer Studie teilnehmen, vielleicht bei den „Schurkenstaaten“ neben dem Irak die Bundesrepublik nennen. Keiner der englischen Jugendlichen, die ich gefragt habe, kannte den Namen der deutschen Kanzlerin (mehr als die Hälfte wusste aber, dass es sich um eine Frau handelte). Ein Bekannter, der in einer britischen Stadt wohnt, die sehr stark von deutschen und spanischen Sprachschülern frequentiert wird, meinte einmal zu mir, dass jeder, der freitagnachts Deutsch spricht, Gefahr läuft, seine Zähne zu verlieren. Nun frage ich mich, wer hier der Nazi ist.
Almujadilah - 16. Dez, 10:57
Es ist für mich immer wieder eine Freude, in Deutschland zum Arzt zu gehen. (*insert sarcasm here*) Beim ersten Mal – als ich eine richtige Influenza-Grippe hatte (nicht lediglich einen läppischen Infekt, mit dem sich die meisten brüsten) – dauert es eine halbe Stunde, bis ich hustend und würgend die Assistentin bei der Kinderärztin von der Authentizität und Gültigkeit meiner Versicherungskarte überzeugen konnte. Eine Stunde später erinnerte man sich meiner und ich erhielt eine sechseinhalbminütige Behandlung – mit dem hilfreichen Ergebnis, dass ich mir einen Hustenlöser und Paracetamol besorgen sollte. In der Zwischenzeit war meine Temperatur um zwei Kelvin gestiegen. Und meine Begeisterung über mein neues Heimatland stark gesunken.
Beim nächsten Mal saß ich in der Chirurgie, mit beiden Beinen verstaucht. Nun sind Menschen aus südlichen Länder für ihre Geduld und weiten Zeitbegriff bekannt – aber Deutschland ist schließlich international für die Pünktlichkeit der Bewohner renommiert. So hofft man jedes Mal, doch bald dranzukommen. Die Warteperiode überbrückte ich mit Beten (eine akzeptable Alternative zum Heulen), was sich dank meiner Verletzungen als nicht ganz brauch-konform erweißen sollte. (Wusstet ihr, dass eine eine „muslimisches Knie“ genannte Prothese gibt, die einen großen Beugungswinkelspielraum hat?) Danach wurden mir im rapidesten Sächsisch die Sicherheitrichtlinien für das Röntgen erläutert. Nicken und Freundlichkeit ist gut, das öffnet die Herzen der Einheimischen, auch wenn man kein Wort versteht. So heißt es in einem Reiseführer für Irland. Nicht sehr hilfreich, hier.
Ein weiteres Erlebnis mit dem deutschen Gesundheitssystem hatte ich nach einem Unfall - Einlieferung in ein Krankenhaus; Gehirnerschütterung und blutüberströmte Schulter. Den nach Urin schmeckenden Tee auf der Kinderstation (mit 16...) werde ich niemals vergessen.
Doch diesmal sollte der Besuch beim Mediziner weniger dramatisch verlaufen, da es sich lediglich um eine Grippeimpfung handelte. Es wurde allerdings eines der skurrilsten Erlebnisse, dass ich je in meinem neuen Land hatte – und das waren bisher einige!
Einige Bekannte hatten angeboten, mich zu ihrem Allgemeinarzt mitzunehmen. Um sechs wurde ich aus dem Bett geklingelt. Eine Viertelstunde stand das Auto hupend vor dem Haus. Böse Blicke, nachdem ich nochmal zurückrennen musste, um meine Versichertenkarte zu holen. Ich fragte mich, warum es unbedingt nötig war, eine dreiviertel Stunde vor der Praxisöffnung da zu sein. Als wir das Viertel erreichten wurde, während wir einen Parkplatz suchten, der Opa vorgeschickt, der im Übrigen sein Gebiss vergessen hatte und wohl nicht zurücklaufen gedurft hatte. „Plätze reservieren“ witzelte ich. Keiner lachte. Es stimmte wohl. Im Laufschritt ging es durch die klirrende Kälte. Gut, dass ich als Tänzerin und Parcours-Anfängerin eine ausgeprägte Kondition habe. Vor dem Eingang angekommen standen bereits sieben Personen zitternd und wartend da. Ich fühlte mich ein wenig wie eine Agentin – oder wie eine DDR-Bürgerin beim Fleischer. Nach 30 unangenehmen Minuten traf der Arzt ein. Hinter uns hatte sich eine Schlange von 15 Leuten gebildet. Und das Mittwoch morgens.
Natürlich musste vor dem Einlass noch die Praxis gesaugt und das Datenbanksystem zum Absturz gebracht werden. Dann öffnete uns eine Sprechstundenhilfe mit rosigen Wangen, die Ehefrau des Doktors, die Tür. Ich freute mich auf meine Impfung. Im Warteraum durfte ich nicht meine Jacke ablegen, geschweige denn die Zeit zum Lesen des Spiegel-Dossiers über „Mekka Deutschland“ (uralt...) nutzen – unsere Bekannte war sehr darauf bedacht, dass wir keine Bakterienkontakte hatten. Wer hätte es gedacht, für die Assistentin war ich wieder „Faheeme Ali-äh-navee“. [Nur 1% der Menschen in Deutschland sind Analphabeten...] Und wie erklärt man einem Mediziner, dass man sich nicht wirklich entkleiden will (was bei einer langärmeligen Bluse obligatorisch ist...) und dass man gerne in den rechten Arm die Impfung erhalten möchte?
Almujadilah - 15. Dez, 11:08
Wir alle benötigen eine Zukunft, für die wir leben können, nicht eine Vergangenheit, für die wir sterben.*
Wir müssen die Errungenschaften und Konsequenzen des vergangen Imperialismus vergessen und uns in einer wichtigen Tugend üben: Verzeihung.
Wir könne nicht weiter Märtyrer werden oder unterstützen (in manchen Ländern bekommen die Familienmitglieder eine staatliche Zuwendung!) in der Hoffnung, dass uns zum Lohn für unsere Verbrechen gegen die Menschlichkeit 70 schwarzäugige Jungfrauen (für Männer) oder ewige herausragende Schönheit (für Frauen) zuteil werden.**
* Der letzte Teil ist interessant: Weshalb sterben – aus Scham, aus Rache, als Strafe, als Konsequenz, für ein Statement?
** Wo kommen diese Jungfrauen eigentlich her? Sind es engelsartige Wesen, oder vielleicht gar die bedauerlichen Mädchen, die vor der Verheiratung sterben und zum Ausgleich ein unzerstörbares Hymen und männliche „Anerkennung“ erhalten?
Und ist die Bevölkerung des Paradieses dann in zwei Klassen eingeteilt: Die atemberaubenden Märtyrerinnen und die durchschnittlich hübschen Anderen; die Märtyrer, die einem immer-bereiten Harem mit stets enger Vagina zur Verfügung haben und die Männer, die monogam leben oder maximal vier Frauen haben [Letzteres würde mathematisch nicht funktionieren.]? Soviel zu ewiger Gerechtigkeit.
Sorry für die Blasphemie. Oder mache ich mich nur über menschliche Naivität lustig? Und selbst wenn – im Zweifelsfall kann ich mich immer noch in die Luft jagen und so Verzeihung erhalten...oder nicht...?
Almujadilah - 15. Dez, 10:55
Die Angst, das Falsche zu tun
Die lähmende Sorge
nicht Gottes Wohlgefallen zu erhalten
tötet deine innere Weisheit
anstatt dein Verständnis zu erhöhen
schürt deine Furcht
denn die Erwartungen der Gesellschaft
können von keiner Person
ohne Doppelmoral erfüllt werden
aber du bist du selbst
und kannst ein Individuum sein
wenn du die Fesseln abstreifst
und dein Leben überprüft
welche Wertvorstellungen sind human
welcher Wissende hat Autorität
was wünschst du dir wirklich
sei stark
in Anbetracht der Konsequenzen
die jeder konfrontieren muss
sonst verliert er seine Integrität
doch deine Einstellungen sind es
die dich definieren
Mädchen, lauf,
erkunde die Welt
ohne in ihre Fallen zu tappen
du hast Zögern nicht nötig
wenn du die sinnvollen Regeln kennst
dann kannst du dein Gehirn einsetzen
und forschen
deine Beine nutzen
um der Angst davon zu laufen
bevor die Lähmung sich deiner bemächtigt
jeder Blick kann dir Schönheit enthüllen
niemand hat das Recht
dir deine Individualität und dein Leben zu nehmen
Also laufe, Mädchen, um der Angst zu entrinnen.
Almujadilah - 15. Dez, 10:54
In einem antimuslimischen – pardon, fundamentalismus-kritischen und vor „europäischer Islamisierung“-warnenden – Forum taucht die Frage auf, ob man die weiblichen Islamanhänger „Muslimas“ nennen dürfte. Das sei wohl zu politisch korrekt und spiele den Terroristen und Rechtsstaatunterwanderern (rechts!!!) in die Hände. Als von der Gemeinschaft abgesegnete Alternativen tauchten Muselmaninen (klingt etwas nach der alttestamentarischen Männin) und Mohammedanerinnen auf. Bloody peer pressure... Also wenn diese Leute - Gutmenschenhasser, Prophetenlästerer, Grundgesetzfanatiker, Misogynisten und „Antisemitismus!“-Schreier – keine größeren Probleme als eine derartige Debatte haben, weiß ich auch nicht weiter. Wartet nicht auf mich, ich tauche unter. Die sollen ja Hacker in ihren Reihen haben. Paranoid? Ich doch wohl nicht!
Almujadilah - 14. Dez, 11:07
„When shit happens, take a hostage“ (Wenn die Dinge schief gehen, nimm eine Geisel) heißt es über das Motto des Islam auf einem humoristischen T-Shirt. An dieser Einstellung ist tatsächlich etwas "ahres dran. Aber dazu später mehr. Doch zuerst, sehen wir einmal nach, was bei den Juden steht: „Why does shit always happen to us?“ (Warum passiert die Scheiße immer uns?) Ist dies nicht auch eine passende Beschwerde für Muslime? Zu dieser gemeinschaftlichen Opfermentalität in diesem Beitrag.
Auf den ersten Blick wirkt es unangebracht. Doch ich möchte den Juden nicht absprechen, dass sie viel durchmachen mussten. Einige Autoren und Esoteriker schieben zwar den Israeliten selbst die Schuld am Holocaust, oder akkurater der shoah (hebräisch für Katastrophe: und das war es wahrlich, für die gesamte Menschheit) auf Grund eines gewissen kollektiven negativen Karmas zu – eine wahrhaft boshafte, zynische und unsinnige Ansicht.
Dann wiederum ist es seltsam, ein weiteres gemeinsames Merkmal von Juden und Muslimen/Arabern entdeckt zu haben – ihr Selbstverständnis. Reicht es nicht, den Stammvater (Ibrahim bzw. Abraham) und vermutlich die ursprüngliche Sprache als Gemeinsamkeit zu haben? Dazu kommt noch der zusammen bewohnte Lebensraum, Familien- und Stammesbande und die SELBEN religiösen Hintergründe. Muhammad trat nie als Verkünder einer vollkommen neuen Religion auf sondern beabsichtigte eine Reform des bestehenden Monotheismus durchzuführen. Er erhielt hierfür göttliche Offenbarung, die teilweise frappierend mit älteren christlichen und jüdischen Schriften übereinstimmt. Das wichtigste gemeinsame Merkmal (und es beschämt mich, dies überhaupt erwähnen zu müssen) ist jedoch unser aller Menschlichkeit. Es heißt nicht umsonst, dass man friedlich mit seinen Nachbarn zusammenleben soll und es Diversität in Kultur gibt, damit sich die Menschen gegenseitig kennen lernen können – nicht als Feinde, sondern individuelle, perfekt(!)-geschaffene Wesen.
Almujadilah - 13. Dez, 10:54
"Give it to me..." schallt es mit hartem Bass aus dem geöffneten Fenster, an dem ich vorbei gehe. Was könnte diese Sängerin verlangen? Lässt man den lasziven Ton außer Acht, könnte sie beinahe eine feministische Ikone sein, die Gleichberechtigung einfordert. Doch sie stellt in Wahrheit nur eine weitere junge Frau dar, die sich dem von einigen Männern propagandierten Ideal fügt. Den Männern wiederum wird eingeredet, das müsste so sein. Ihre Freundin sollte sich von einer Prostituierten nur in dem Punkt unterscheiden, dass sie partout treu zu sein hat. Sie räkelt sich an der Stange und betreibt so Missionsarbeit.
Welche anderen Vorbilder haben Mädchen außer diesen Vortänzerinnen der sexualisierten Unterwürfigkeit? Sich nicht zum Objekt machen lassen, das ist ein alter feministischer Slogan. So alt, dass er kaum eine noch interessiert. Objektivität, das ist erstrebenswert und unerlässlich für einen Beruf abseits von Bar und Bühne, doch auf Grund der Hormone wird dem weiblichen Geschlecht die Rationalität abgesprochen. Es lebe der Biologismus. Durch diesen wird jedeR auf das Geschlecht und somit die Geschlechtlichkeit reduziert. Die Sängerin ist selbstbewusst, fordernd. Sie glaubt zu wissen was sie will. Doch das Leben ist keine Glaubensfrage, denn sie irrt sich, wie so viele junge Frauen. In dem Wahn, zum sexuellen Selbstbestimmungrecht zählte auch die Möglichkeit seinen Körper nach Belieben verkaufen - oder besser: vermieten - zu können, beugt sie sich den Normen, um auch auf dem Markt Chancen zu haben. Die Waffen einer Frau machen sie nicht stärker. Silikon-Einlagen bieten keinen Schild, weder gegen Herabwürdigung noch Projektile. Die Künstlerin in unserem Beispiel hat ein ganzes Team hinter sich - wortwörtlich, denn diese Männer betasten in Musikvideos mit Vorliebe ihren Po. Solche Filme haben ein ganz anderes Publikum als jene Pornos, die dasselbe, nur in Hardcore, anbieten. Sie banalisieren, im Gegensatz zu den Schmuddelfilmchen, deren Käufer bereits eine entsprechende Disposition haben. "Give it to me..." stöhnt sie und könnte fast Karriere als Synchronsprecherin machen - für das entsprechende Metier, versteht sich. Ob sie es versteht, ist nicht ganz klar. Sie schöpft ihr Selbstbewusstsein - dass sie in die paradoxe Lage versetzt, Sex zu fordern obwohl sie eigentlich die Gebende ist - aus der Anerkennung der Männer, nicht aus ihrem Intellekt, der ihr vielleicht sagen würde, dass es noch viel mehr gibt, das sie verlangen könnte.
Almujadilah - 9. Dez, 08:43
Was nun folgt, ist die Geschichte meiner ersten Jugendherbergsfahrt in Deutschland.
Eines Nachmittags kam ich missgelaunt nach Hause, der Geruch von Essen schlug mir entgegen. Ich hatte mir in der Schule wiedermal einen peinlichen Sprachfauxpas geleistet. Also schmiss ich meinen Ranzen in die Ecke (ihr seht, wie schnell ich mich an die hierigen Gepflogenheiten angepasst hatte?) und das Sprachlernprogramm an. "Hallo, mein Name ist Anna. Sie wollen Deutsch lernen? ... "
Inzwischen hatte Vater den Brief wegen des Elternabends zur Herbergsfahrt entdeckt. Ich hatte ihn strategisch günstig auf seinen Schreibtisch gelegt. Bei Abendessen kam er auf das Thema zu sprechen. Ich spitzte die Ohren.
Rasheed, mein jüngster Bruder rief aufgeregt "Ich will mit!", was natürlich mit einem scharfen Nein quittiert wurde, woraufhin er versuchte, seinen Teller zu zertrümmern. Beide, er und das Geschirr blieben heil. Israelische Qualitätsware, wie mein Vater schmunzelnd zu sagen pflegt. Onkel E. regt sich dann immer fürchterlich auf. Aber er wohnt weit, weit weg.
Leider in der Nähe von Israel.
Nach dem Elternabend rief meine Klassenlehrerin, die uns in Sexualkunde immer von ihrer eigenen Schwangerschaft zu erzählen wusste, meine Eltern zu einem persönlichen Gespräch.
"Also, liebe Familie §arabNachname, ich wollte sie beide noch einmal unter vier Augen sprechen."
Eigentlich sind es sechs Augen, wenn ich nicht beide zudrücke, wird wohl mein Vater gedacht haben.
"Ich nehme an, dass das eine heikle Situation ist."
Meine Eltern nickten verständnisvoll. Gut, dermaßen viel Verständnis wird es nun doch nicht gewesen sein, da Mutters "Integrationskurs für ausländische MitbürgerInnen" (so hieß das wirklich!) erst im nächsten Semester begann und man sich damals mit Vater prima über MOSFETs und Kondensatoren unterhalten konnte, nicht aber über schulische Pläne.
"Ihre Tochter ist eine gute Schülerin und findet sich erstaunlich gut zurecht." (dabei hätte ICH nicht mit ihr übereingestimmt)
Wann werden sich die Familienoberhäupter wohl gewogen fühlen, etwas zu antworten?
"Ich möchte sie also bitten, das alles in Betracht zu ziehen und ihrer Tochter die Mitfahrt zu ermöglichen."
Darauf läuft es also hinaus. Die Geduld hätten sie nicht verloren, wer stundenlang teetrinkend die politische Lage des Ostens besprechen kann, lässt sich davon doch nicht einschüchtern.
"Wir wollen nicht unser Kind ausschließen..."
Die Lehrkraft hört offensichtlich nicht zu:
"Jedoch, bedenken Sie, wir werden alles mögliche tun um Ihrem Glauben entgegen zukommen, die Unterkünfte und Duschen sind ja sowieso getrennt, ich habe schon mit den anderen Schülern gesprochen, sie werden Ihre Kultur respektieren..."
"Sehr schön. Unsere Tochter fährt mit, da ist keine Frage."
"Aber Herr §aN - wie? Fahima fährt mit? Sie erlauben es ihr? Ohne Probleme?"
So viel Toleranz wird hier in Deutschland geleistet. Das erinnert mich an die Geschichte mit dem gutherzigen Mann, der einer alten Dame über die Straße half, obwohl die gar nicht wollte.
Dass meine Lehrerin aber mit den Mitschülern sprach, erklärt, warum ich danach immer wieder aufgezogen wurde oder dumme aka neugierige Fragen kamen.
Almujadilah - 7. Dez, 10:40
Vielleicht kann ja innerhalb des Islams, wie auch schon im säkulären Bereich, die Autonomie des weiblichen Geschlechts nur durch vorausgehende Kompromisse erreicht werden. Dass das leider nicht von heute auf morgen geht, wie sich der Westen das vorstellt "denn er stellt ja ein unmittelbares Vorbild dar", sollte offensichtlich sein. Gebt uns Zeit, gebt uns eine Welle der Aufklärung. Ein Beispiel: Eine muslimische Frau möchte unbedingt einen Beruf ergreifen. Ihr Mann ist dagegen, da sie sich "zeigen müsste". Nun besteht also die einzige Möglichkeit für ihre Berufsausübung in der Verschleierung. Unglücklicherweise bekäme sie niemals ein Job an der Rezeption, in der Bank, im Ingenieursbüro, in der Kanzlei - wegen der Stigmatisierung des Kopftuches. Was trägt hier also mehr zur Diskriminierung der Frau bei?
Nun maßen sich einige Personen des öffentlichen Lebens, Politiker und Publizisten, an, die muslimische Frau befreien zu müssen. Das ist ein durchaus begrüßenswertes Beispiel für Zivilcourage, nur gibt es einen Haken: Es gibt nicht "die" Muslima. Da wäre die, deren Mann fremd geht und sie vereinsamt mit den Kindern zu Hause sitzt. Oder die, die GoGo-Tänzerin ist. Die eifrige Konvertitin, die an der Volkshochschule Arabisch lernt. Auch die Burqa-tragende Frau an der Bushaltestelle. Die Schülerin, die später mal Mechatronikerin wird. Die Verlagsleiterin mit dem modischen, lockeren Hijab. Die Alte, die immer auf linken Demonstrationen dabei ist. Oder die Asylantin, die in ihrer Heimat gesteinigt worden wäre. Die, die als Kind missbraucht wurde. Die Mutter, deren Sohn einen "Ehrenmord" begangen hat. Die Lehrerin, die die soziale, demokratische Grundordung völlig anerkennt. Aha, DIE Muslima.
Was passiert in Frankreich? Einer kopftuchtragenden Schülerin wird der Zutritt zur Schule verwehrt. Anscheinend hält niemand es für wichtig, dass sie ihr Recht auf Bildung garantiert bekommt.
Wenn ein Direktor nachgibt, weil zwei Eltern Harry Potter nicht im Unterricht behandelt haben wollen, wo ist die viel gepriesene Weltlichkeit? Hat sie sich hinter Rudi Rüssel in den Schlamm geworfen? Zumal das dem Rest der Klasse schadet, persönliche, private religiöse Entscheidungen aber nicht.
In einigen sharia-geprägten Ländern wird verhindert, dass Frauen Zugang zu (höherer) Bildung erhalten. Durch eben das selbe Kopftuch geschieht dies auch im modernen Europa. Wo ist unser guter alter Pluralismus (haha)?
Was schadet der Frau also mehr?
Merkt man denn nicht, dass man den extremistischen Aufwieglern in die Hände spielt und alle Bestrebungen den Muslima zu helfen im Sande verlaufen?
Eine gute,akzeptable Lösung haben wir noch nicht gefunden. Wie auch - ohne Unterstützung durch säkuläre Muslime?
Almujadilah - 6. Dez, 10:18
Wären wir doch nur in England geblieben, da hätte wenigstens das Wortspiel mit asylum funktioniert – es steht sowohl für „Asyl“ als auch für „psychiatrische Anstalt“. Bei ersterem wird man irgendwann ausgewiesen, in Letzteres eingewiesen. (Humor/Asyl ist, wenn man trotzdem lacht/weint.) Ein gewisser Hauch von Ironie umgibt auch die Weltbürgerlichkeit der einheimischen Menschen hier - wer es sich leisten kann (oder auch nicht) zieht samt Kind und Hund an die Costa Brava, nach Guatemala oder Südafrika, glorifiziert oder lächerlich gemacht mit zahlreichen Auswandererdokumentationen.
Deutschland hat zu wenig Kinder, Fachkräfte und der Osten auch zu wenig Frauen. Was liegt näher, als der Familie einer Universtätsprofessorin und eines Energietechnik-Ingenieurs mit fünf Kindern, davon 60 Prozent weibliche, die allesamt die deutsche Sprache fließend beherrschen, die Staatbürgerschaft zu erteilen? Nun, leider nimmt uns Deutschland nicht. Mein Vater verdient keine 80.000 Euro im Jahr (die offizielle Grenze für ein unbegrenztes Arbeitsvisum), vielleicht gerade mal ein Viertel davon und meine Mutter bekommt weder eine Lehrerlaubnis an Gymnasien noch an Hochschulen – natürlich, weil sie Ausländerin ist. „Es gibt da Gesetze...“ - aber auch den Unwillen vieler.
Ist es zu begrüßen, wenn Sachsen und Brandenburger einmal monatlich in die Tschechische Republik oder Polen fahren, um billig einzukaufen, aber sich nicht die geringste Mühe geben, auch nur ein einziges Wort der jeweiligen Landessprache zu lernen? Es wird einem durch zahlreiche Schilder ja nicht schwer gemacht. Man geht indisch essen, schaut Bollywood-Filme auf RTL2, spendet für Waisenhäuser und wünscht sich eine Bräune wie Aishwarya Ray. Aber ein Namaste geht keinem über die Lippen.
Ein Imbiss beim Dönerstand ist schnell besorgt und noch schneller hinuntergeschlungen, aber es sind „die faulen Türken“ die das Sozialsystem aushöhlern.
Jeder, der Urdu, Mandarin oder Kyrillisch gelernt hat, weiß, wie es sich anfühlt, von zwar bekannten, aber keinesfalls vertrauten Schriftzeichen umgeben zu sein. Leider vergessen es die meisten zu schnell.
Ich wünsche jedem, der grundsätzlich gegen Einwanderung ist, dieses Gefühl des Nicht-Willkommen-Seins im nächsten Mallorcaurlaub zu spüren bekommen.
Wir sind keine Asylanten, dafür danke ich Gott jeden Tag. Wisst ihr, unter welchen Bedingungen Asylsuchende leben müssen, sobald sie in dem „freien Land“ angekommen sind?
85% der Anträge werden abgelehnt, manchmal erst nach zerreißenden Jahren der Ungewissheit und sozialen Rechtlosigkeit. Bei Inländischen Fluchtalternativen, Hungersnöte, Naturkatastrophe, bloßer mehrtägige Inhaftierung, allgemeiner Bedrohung, Gefährdung durch Splittergruppen und teilweise auch bei Bürgerkriegen besteht kein Asylgrund. Man kann jederzeit gewaltsam ausgewiesen werden. Das ist keine Polemik, das ist Fakt.
Gewalt durch Nicht-Regierungstruppen? Suchen Sie doch bei ihrem Staat um Unterstützung. Mehrfache Vergewaltigung? Beweisen Sie das erstmal. Todesdrohungen auf Grund von Homosexualität? Das kann doch nicht sein. Um Haaresbreite den Häschern entkommen? Da hätten Sie aber ihre Papiere mitbringen müssen. Zwangsheirat? Das ist in Ihrem Kulturkreis doch Gang und Gebe.
Ich bin es gewohnt, mich überall anpassen zu müssen. Man ist so kulturgeschockt (weil man im Gegensatz zu Austauschschülern weiß, dass der Umzug letztendlich nicht temporär ist und man keine Organisation zur Stütze hat), dass man vergisst zu verzweifeln. Ich wusste beim ersten Einkauf in Deutschland nicht, was Schnäppchen, Küchenpapierrollen oder Stiftung Warentest sind.
Ein Missverständnis sollte nicht aufkommen: Es gibt Missbrauch der Bestimmungen - Schlepper, Menschenhändler, Extremisten, die die Aufenthaltregelungen für ihre Zwecke nutzen. Natürlich sollten Anträge überprüft werden. Aber Ethik und Menschenrechte sollten das höchste Kriterium darstellen. Damit die Menschen sollte ihnen Individualität und Selbstständigkeit zugebilligt werden.
Zählt es nicht, dass Deutschland meine Heimat ist?
Vor Rechten habe ich keine Angst, gegen die gibt es genügend Kampagnen. Aber die Einwanderungspolitik macht mir Sorgen.
Almujadilah - 6. Dez, 07:35
Mein lieber Cousin aus Israel („Palästina“) hat mir ein Paket geschickt, oder schicken lassen, denn er hat es einem Freund mitgegeben, der nach Ägypten reiste. Das Datum zeigt mir, dass es insgesamt drei Wochen unterwegs war. Die Verpackung ist ziemlich ramponiert und großflächig durchgeweicht. Aber Omar (der nichts mit seinem koranischen Namenspaten gemeinsam hat, zumindest nicht die Unerbittlichkeit und Misogynie) – oder Amir, wie seine israelischen Nachbarn ihn wohl eher nennen würden, wenn nicht Argwohn in diesem Gebiet vorherrschen würde – hat vorgesorgt und alles in mehrere Einkaufstüten mit arabischem Aufdruck eingehüllt. Einige Steine, zwei wunderschöne Kalligrafien („Allah, der Erbarmungsvolle, Allerbarmer“, „Nach Wissen zu streben ist Pflicht eines jeden Gläubigen“), ein Stapel Fotos, Gewürze, eine Bluse, ein Fußkettchen (ein wahnsinniges Risiko, so etwas per Post zu schicken), und zwei Kassetten.
Einige Auszüge aus seinem Brief (ich weine immer, wenn ich seine Worte lese, das gebe ich zu) möchte ich mit euch teilen.
„Diese Verrückten berufen sich dabei auch noch auf Gott, supaanallah!... Letztens war ich auf dem Markt, der vorwiegend von Juden frequentiert wird. Ich erschrak fast zu Tode, als hinter mir jemand Allahu Akhbar murmelte. Ich kann mir nicht denken, weshalb (außer vielleicht wegen eines plötzlichen religiösen Enthusiasmus), denn er hat nicht versucht einen Sprengsatz zu zünden. Verurteile mich nicht, aber ich bin einfach weiter gegangen, die Situation war zu skurril und bedrückend. ... Ein Freund hat mir erzählt, dass er dabei gewesen sei (in sicherer Entfernung), als ein Linienbus explodierte. Die Suizidattentäterin soll eine im Tschador gekleidete Frau gewesen sein. Wäre ich ein Busfahrer, würde ich solche potenziellen Passagiere nicht mitnehmen.“
„Wie sieht es aus bei dir in Germany? ...Beäugt man euch argwöhnisch? Schränkt man euch in der Religionsausübung ein? Das sagen nämlich die Gelehrten. Ich hoffe that's just Agitationspropaganda. I bet du kennst das – im Internet findet haufenweise derartige Argumentation – nach dem Motto „Verlass den gottlosen Westen, Schwester/Bruder!“.“
Die erschreckendste Passage war die Folgende:
„Nun, Cousine, auch mir ist etwas Krasses passiert. Mehrmals bekam ich bereits unauffällig Jihadprop-material in die Hand gedrückt – Die Islamisten drucken neuerdings bunte Broschüren. Das ist Normalität hier, I suppose. Jedenfalls habe ich dir eine von diesen Kassetten mitgeschickt – nicht weil ich dich auf einen fundamentalistischen Pfad führen will (du bist alhamdulillah intelligent genug), sondern damit du einen Eindruck davon bekommst, wie krank diese Truppe ist. Aber die Sängerin hat eine wunderschöne Stimme, findest du nicht? Richtig sexy, selbst die klagenden Abschnitte. Aber Märtyrertum ist ja nichts Trauriges, right? (ha!) Mach dir keine Sorgen um mich, Cousinchen, ich habe nicht vor, deren Polemik zu verinnerlichen und irgendwelche Menschen(!) zu ermorden. Du kennst den Qur'an wohl besser als ich, aber eine meiner Lieblingsstellen ist jene: „Wer einen unschuldigen Menschen tötet, ist des Mordes an der gesamten Menschheit schuldig.““
Ich wollte seinen Rat befolgen und mir ein realistisches Bild machen. So legte ich die unbeschriftete Kassette (die zweite war mit Bauchtanz-tauglicher Musik bespielt) in den Recorder im Wohnzimmer, da ich selbst kein entsprechendes Abspielgerät besitze. Auf den Text muss man jedoch hören -so etwas Explizites würde in Deutschland auf dem Index landen. Auszüge:
„Riechst du das Blut deiner Vorväter, sie gaben ihr Leben, wirst du es auch?“
„Im Himmels tanzen die Huris für den Standhaften, der den Westen mit Krieg überzieht.“
„Froh geben wir unsere Söhne, wissend dass sie im Paradies leben werden. Und wir geben auch alle unsere Töchter und unser eigenes Leben, wenn es von Allah befohlen wird.“
„Ich bete, der Nächste sein zu dürfen, der für unser Land sterben wird.“
Ich finde keine Worte mehr.
Mutter kam entgeistert in die Stube geeilt und starrte mich an. Zu Recht. (Ich nehme an, Vater wird sich heute Abend auf mein Bettende setzen und versuchen, ein „ernstes Gespräch“ zu führen.) Das ist das Ensetzlichste und Skurrilste, dass ich je erlebt habe. Aber die Stimme der Sängerin ist dennoch sexy.
Anmerkung zum Schreibstil: Ich habe versucht, die Übersetzung zu originalgetreu wie möglich zu realisieren. Man vermischt typischerweise Englisch, Standardarabisch und Umgangssprache.
Almujadilah - 4. Dez, 10:08
Morgens, auf meinem Schulweg, gehe ich manchmal am Marktplatz in der Innenstadt vorbei.
Von Zeit zu Zeit kann ich dort ein blaues Fahrzeug ausmachen, ein kaum glänzender Audi mit einem Sticker innen an der Heckscheibe angebracht. Der Aufkleber ist ein grüner Kreis, mit arabischen Wörtern um den Rand. Im Zentrum prangt, auf hellerem Hintergrund ein Emblem aus zwei gekreuzten Sturmgewehren – höchstwahrscheinlich Kalashnikovs (obwohl es wegen des Laufs auch H&K Waffen sein könnten, das wäre allerdings skurril). Das Fahrzeug gehört einem der Marktverkäufer. Der Anblick des Zeichens schickt jedes Mal einen kalten Blitz meine Wirbelsäule hinunter. Eine eindringliche Metapher für Jihad. Doch ist das wirklich was es zu sein scheint?
Almujadilah - 3. Dez, 10:53
Der Islam ist für den Gläubigen integraler Bestandteil des täglichen Lebens. Die Hingabe - was mir persönlich als Übersetzung für "islam" schöner erscheint als Unterwerfung – an Allah durchdringt jeden Aspekt der menschlichen Existenz. Deshalb ist auch eine Reform des Glaubens so schwer möglich – jede Veränderung bringt angebliche Blasphemie mit sich, jede Ablehnung eines konfliktbeladenen Punktes wird gleichgesetzt mit Leugnung des gesamten Gefüges. Und Abkehr von Glauben bedeutet, nicht das Paradies erreichen zu können. (Demzufolge, da ein solches Verhalten schädlich für die Gemeinschaft ist, rechtfertigt man menschengemachte Justiz.)
Doch mittlerweile fühlt es sich für mich so an, als gäbe es zu viel Religion in meinem Leben. Überzeugte Atheisten sollten ihren momentanen Hoffnungsschimmer ignorieren, denn ich meine es anders, als es zuerst klingt.
Es vergeht naturgemäß kein Tag, an dem ich nicht an Gott denke, den Qur'an lese usw.
Aber zusätzlich beschäftige ich mich ständig mit politischen und sozialen Konflikten.
Jede Explosion auf CNN erinnert mich an die Bomben in meiner Kindheit.
Jede Aufnahme von qur'an- und bannerschwenkenden Demonstranten ruft Assoziationen mit den vielen Dokumentarfilmen über das Dritte Reich hervor.
Jede latent verfassungsfeindliche Schrift, die ich (auszugsweise) lesen kann, lässt mich mehr in Betracht ziehen, eine Psychologin zu besuchen.
Dieses deprimierende Hobby hat meinen Blick vollkommen verändert, wenn auch nicht meine Ideologie, meinen Fokus erweitert. Ich habe vollkommen andere Gedanken, wenn ich heute eine(n) Muslim(a) sehe.
Ich führe umfangreiche Selbstexperimente durch.* (Vielleicht sollte ich Soziologin werden.) Ich trage einige Male eine Burqa in der Innenstadt (ich wurde von mitleidigen Feministinnen angesprochen, und ein alter Mann beschwerte sich lauthals über „diese Türken“), wurde wegen eines Niqabs (Gesichtsschleier) aus einem Restaurant gebeten (Vermummungsverbot?), habe meinerseits Musliminnen angesprochen und sie versucht zu befragen (häufig mangels Türkischkenntnissen zwecklos).
Politisierung ist gefährlich. Sie führt zur Überbewertung bestimmter Situationen.
*Ich bitte euch, mir nicht Sensationsstreben, das halbherzige Nachvollziehen der Leiden der wirklich unterdrückten Frauen (weil ich es mir "leisten kann") oder die falsche Einstellung zu unterstellen.
Almujadilah - 3. Dez, 10:04
Almujadilah - 30. Okt, 17:20
Almujadilah - 30. Okt, 17:19
Almujadilah - 30. Okt, 17:16
Wie ihr sehen könnt, habe ich mich als Karikaturistin versucht - mit fraglichem Erfolg. Mein Zeichentalent lässt wohl zu wüschen übrig. Und ich weiß, dass ich eine hässliche Handschrift habe. Mehr als eine Unterrichtskritzelei wird es nicht werden, aber vielleicht ist meine Intention erkennbar.
[Ich scheine wohl die einzige Muslima zu sein, die Karikaturen mag und sie für ein sinnvolles Mittel hält, auf überspitzte Weise Missstände anzuprangern.]
Almujadilah - 30. Okt, 16:44